Shootingstar Brendan Bottcher entthront Sven Michel
vom 25.01.2015
Das Finale der CeramTec German Masters im Rahmen der Curling Champions Tour in Hamburg hat der kanadische Shootingstar Brendan Bottcher gewonnen. Nachdem er am Vormittag das Hamburger Team um Felix Schulze klar bezwungen hatte, siegte er auch gegen den Schweizer Sven Michel, den Vorjahressieger und Europameister von 2013, relativ souverän mit 6:2.
„Das war eine großartige Woche für uns. Es ist ein teures Unterfangen, direkt von wichtigen Turnieren in Kanada hier nach Europa zu kommen, aber es hat sich absolut gelohnt!“, sagte der 23-jährige Bottcher nach dem Erfolg. „Natürlich erwartet man bei so einem exzellenten Starterfeld nicht, dass man sieben Spiele in Folge gewinnt. Aber wir haben einen super Lauf erwischt. Insgesamt war das Turnier toll – die sportliche Organisation, das Eis und auch das Drumherum. Ich hoffe sehr, dass wir nächstes Jahr wiederkommen können, um den Titel hier zu verteidigen!“
Der kanadische Junioren-Weltmeister von 2012 startete auch im Finale der CeramTec German Masters ähnlich souverän wie im gesamten bisherigen Turnierverlauf. Im zweiten End schrieb er zwei Steine und hatte damit einen Vorsprung, den er mit seinem kontrollierten Spiel verteidigen konnte. Sven Michel und seine Mannen ließen im dritten End die durchaus realistische Chance aus, einen höheren Score zu erzielen. In der Folge fand die Begegnung auf hohem Niveau sehr ausgeglichen statt. Beide Teams konnten keine höheren Wertungen erzielen.
Am nächsten dran am Ausgleich war Sven Michel im sechsten End, als er bereits mit einem Stein Shot lag und den letzten Stein als Draw um wenige Zentimeter zu kurz legte. So ging es für ihn beim Stand von 2:3 ohne Hammer ins siebte End. Und da misslang dem sonst oft fast fehlerlos spielenden Schweizer mit seinem letzten Stein ein Take-out komplett. Er nahm den einzigen eigenen Stein aus dem Haus, so dass Brendan Bottcher seinen letzten zu einem Dreierhaus einfach nur als Draw zu platzieren brauchte. Daraufhin bot Michel vorzeitig den Handschlag an.