Guter Auftakt für Team Baumann
vom 19.01.2018
Das Team um Skip Alexander Baumann ist erfolgreich in die siebente Auflage des German Masters gestartet. Bei dem Turnier der World Curling Tour (WCT) in Hamburg verbuchte das aktuelle Nationalteam des Deutschen Curling-Verbandes zum Auftakt zwei Siege. Das frisch als Deutscher Meister gekürte DCV-Nachwuchsteam um Skip Klaudius Harsch hingegen musste bei seinem ersten Turnier auf der World Curling Tour zunächst noch etwas Lehrgeld gegen die „Großen“ zahlen, lieferte dann gegen einen der Turnierfavoriten aber eine sehr ordentliche Leistung ab.

Das Team Baumann brauchte allerdings in seinem ersten Match gegen das schwedische Team Mabergs auch ein wenig Glück. Nach einem sehr guten Start und einer 3:1-Führung nach dem dritten End kamen dann allerdings auch die Schweden, die sich noch Hoffnungen auf eine WM-Nominierung machen, besser ins Spiel. Stahlen im sechsten und siebten End jeweils einen Stein und hatten damit die Partie auf 4:3 gedreht. Das Team Baumann nutzte aber das Recht des letzten Steins im letzten regulären End, um noch mal auszugleichen. Damit musste die Entscheidung im Extra-End fallen, dass wiederum Patric Mabergs mit dem letzten Stein abschließen durfte. Der brauchte damit einen Draw in den Vier-Fuß-Ring, spielte den Stein aber ein Stück zu lang, sodass der deutsche Stein schlussendlich shot lag und die Partie zum 5:4 für die Deutschen entschied.

Auch im zweiten Spiel kontrollierte das Team Baumann das Geschehen gut. Mit dem Hammer versehen verzichtete man im ersten End auf Punkte, musste dann aber einen schreiben. Im vierten End verpasste Skip Alexander Baumann knapp die Chance auf ein Zweierhaus, was den Niederländern vom Team um Jaap van Dorp anschließend gelang. Doch die knappe Führung währte nicht lange, denn mit drei Steinen im sechsten End schaffte das DCV-Team praktisch die Vorentscheidung. Dazu konnten die Niederländer nicht verhindern, dass Team Baumann anschließend gleich noch einen Stein stahl und so auf 6:3 stellte. Im Schlussend spielte man dann die Steine routiniert runter und verbuchte einen ebenso verdienten wie souverän herausgespielten Sieg.

„Der Auftakt war gut“, lobte Trainer Martin Beiser. „Klar hatten wir im ersten Spiel auch etwas Glück, aber insgesamt haben wir beide Spiele sehr kontrolliert gespielt. Die Stimmung ist gut, es passt im Moment ganz gut.“

Das Juniorenteam um Skip Klaudius Harsch, das zuletzt die Deutsche Meisterschaft der Herren vor dem Team Baumann gewinnen konnte und zudem in die A-Gruppe der Junioren-Weltmeisterschaft aufgestiegen war, musste in seinen ersten Spielen in dieser Formation auf der World Curling Tour noch ein wenig Lehrgeld zahlen.

Die erste Partie gegen das Schweizer Team Schwaller – immerhin Juniorenweltmeister 2014 – musste man sich bereits am späten Donnerstagabend deutlich mit 2:10 geschlagen geben. Die Schweizer bestimmten das Geschehen auf dem Eis beinahe nach Belieben, begannen mit einem Zweierhaus und stahlen gleich im zweiten End zwei Steine, bevor die Deutschen überhaupt zum ersten Mal auf das Scoreboard kamen. Ein Dreierhaus für die Schweizer und dann sogar drei gestohlene Steine in den Ends vier und fünf entschieden das Spiel bereits. Im sechsten Durchgang verkürzte Team Harsch dann zwar noch mal, doch dann bot man den Handschlag an und beendete die Partie.

„Im zweiten Spiel waren die Jungs dann aber im Turnier angekommen und haben ein wirklich gutes Spiel gezeigt“, hatte Bundesnachwuchstrainer Wolfgang Burba beobachtet. Immerhin gegen den Vorjahreszweiten beim German Masters und aktuellen schottischen Olympia-Teilnehmer, das Team um Skip Kyle Smith, lieferte das junge DCV-Team eine Partie ab, die weitgehend auf Augenhöhe stattfand. Bis zum sechsten End konnte sich keines der beiden Teams absetzen – 3:3. Dann verbuchten die favorisierten Schotten ein zweites Zweierhaus, dass Team Harsch um Schlussend mit dem Recht des letzten Steins nicht adäquat kontern konnte. Am Ende lag nur ein Stein besser als der beste schottische, sodass das DCV-Team nur noch auf 4:5 verkürzen konnte.