Kurzer Auftritt vom Europameister
vom 25.01.2014
In der achten Session bei den CeramTec German Masters in Hamburg hat der Europameister eine eindrucksvolle Visitenkarte abgegeben. Das Team Michel, welches die Schweiz in Kürze bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi (RUS) vertreten wird, fertigte die Landsmänner vom Team Häsler in nur vier Ends mit 9:1 ab und bleibt damit weiter unbesiegt.

Früh ließ der Favorit keine Zweifel aufkommen, wer das Eidgenossen-Duell an diesem Tag gewinnen würde. Im ersten End wurde der "Hammer" zu zwei Steinen genutzt, im zweiten konnte Skip Sven Michel zwei weitere stehlen. Schon im dritten machte der Europameister den Sack zu, als er fünf Steine stehlen konnte. Das Team Häsler versuchte, ob es da noch einmal herankommen kann. Als dann aber im vierten End nur ein Stein gelang, gaben sich die Underdogs frühzeitig geschlagen.

Auch das Team Hardie behält nach drei Spielen seine weiße Weste. Diesmal waren die Schotten beim knappen 4:3-Erfolg gegen das russische Quartett Tselousov einen Tick zu stark. Dabei hatten die Osteuropäer nach fünf Ends noch knapp mit 3:2 vorn gelegen. Doch in den Ends sechs und sieben holten die Schotten die Führung zurück. Tselousov hatte zwar noch die Chance, im Schlussend auszugleichen, doch der eigene Stein lief mit aus dem Haus - Nuller-End und verloren.

Erst im Extra-End wurde die Partie zwischen den Olympia-Teilnehmer Team Drozdov (RUS) und dem Team Snitil (CZE) entschieden. Es war eine Partie, die absolut auf Augenhöhe geführt wurde. Die Russen führten dank dreier Steine im dritten End mit 4:1. Im sechsten Durchgang hatte Snitil die Partie jedoch zum 5:5 ausgeglichen. Beide schrieben in den nächsten beiden Ends jeweils einmal zwei Steine und mussten so in die Verlängerung, wo letztlich die Olympia-Gastgeber die Nase knapp vorn hatten - 8:7.

Das dänische Team Svensgaard wahrte sich mit einem knappen 6:5 gegen die Schweizer vom Team Pfister die Chance aufs Viertelfinale. Drei Steine im vierten End schienen die Dänen auf die Siegerstraße gebracht zu haben (4:2), doch nach einem "Nuller" schrieben im sechsten die Schweizer ihrerseits drei Steine und lagen plötzlich knapp vorn. Svensgaard glich mit dem Recht des letzten Steins im siebten End aus und stahl im abschließenden achten einen zum 6:5-Endstand.