Zwei deutsche Niederlagen zum Auftakt
vom 24.01.2014
Kein guter Auftakt für die deutschen Curlingteams bei den CeramTec German Masters in Hamburg. Das Olympia-Team um John Jahr unterlag der schottischen Nummer zwei von Skip Logan Gray knapp mit 3:4. Das Quartett um den Oberstdorfer Konstantin Kämpf konnte gegen Chinas Olympiateam einen 5:1-Vorsprung nach dem zweiten End nicht ins Ziel retten, verloren 5:9.

Auch das dänische Olympiateam von Rasmus Stjerne hatte in seinem Auftaktmatch das Nachsehen, konnte zwar einen 1:5-Rückstand nach dem sechsten End noch egalisieren, verlor aber im Extra-End mit einem Stein gegen die Schweizer Mannschaft um Skip Peter de Cruz. Den einzigen klaren Erfolg verzeichnete das Team Hoiberg (Norwegen), das gegen das Schweizer Team um Skip Pascal Hess schon nach sechs Ends mit 6:1 als Sieger feststand.
Beim deutschen Olympia-Team lief es gegen die schottische Nachwuchshoffnung nicht optimal. Nach sehr ausgeglichener Anfangsphase musste Felix Schulze im dritten End einen Stein schreiben. Die Schotten konnten daraufhin erstmals mit eigenem Recht des letzten Steins zwei Punkte sammeln. Damit lag der Druck nun eher bei den Deutschen. Als diese im sechsten End erneut nur einen Stein schreiben konnten, hatten die Schotten im siebten End plötzlich die Chance auf drei Punkte. Doch der Take-out von Logan Gray misslang komplett - die Deutschen stahlen einen Stein, hatten plötzlich einen Punkt Vorsprung. Doch im letzten End "haben wir hinten raus zu schlecht gespielt", kommentierte Bundestrainer Martin Beiser. Letztlich musste man zwei Steine hinnehmen und die Niederlage akzeptieren.
Das galt auch für die junge Mannschaft um Skip Konstantin Kämpf, der nach der Partie gegen Chinas Olympia-Curler um Liu Rui zugestehen musste: "Ein gutes End reicht halt nicht!" Die jungen Süddeutschen weckten mit ihren fünf Steinen im zweiten End die Chinesen endgültig auf, die danach fehlerfrei spielten, während die Deutschen etliche Ungenauigkeiten in ihrem Spiel nicht abstellen konnten. So schmolz der Vorsprung End für End und Riu konnte schon in End fünf ausgleichen sowie danach zwei Mal in Folge zwei Steine stehlen, so dass die Asiaten letztlich vorzeitig als Sieger feststanden.